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Wie dä Franzosen un Russen in Bornum wörren [Als die Franzosen und Russen in Bornum waren]

Miene Grotmudder was eine geborene Arkenstidde ut Borm. Dä vertelle üsch Kinner immer inne Schummerijen ut öhre Jugendtied.

Damals wörren dä Franzosen unne Russen bet na Borm e'komen. Et mot sau um achteinhunnert dritteine bet fofteine e'west sien, dat hier tau Lanne en bannig koler Winter e'west was.

Alle Lüe hat dulle e'froren, un keiner drue sick vorre Dör. Dä Russen awer leipen balle nakisch butten rummer un lachen sick halwig dote, ower dä jammernden Buerslüe.

Dat wörren dataumal böse Jahre. Dä Buern wörren dulle vonne Franzosen e'schröpfet, un alle in' Bronswiekschen Lanne wörren heilsfroh, wie dä Krieg wäer vorbie was, unne Franzosen un Russer wäer uten Lande rut wörren.

[Meine Großmutter war eine geborene Arkenstidde aus Bornum. Die erzählte uns Kindern immer in den Schummerigen aus ihrer Kinderzeit.

Damals waren die Franzosen und die Russen bis nach Bornum gekommen. Es muss so um achtzehnhundertdreizehn bis -fünfzehn gewesen sein, dass hierzulande ein sehr kalter Winter gewesen war.

Alle Leute hatten sehr gefroren und keiner traute sich vor die Tür. Die Russen aber liefen fast nackt herum und lachten sich halb tot über die jammendern Bauern.

Das waren dazumal böse Jahre. Die Bauern wurden von den Franzosen sehr geschröpft und alle im Braunschweiger Land waren heilfroh, als der Krieg vorbei war und Franzosen und Russen wieder aus dem Land heraus waren.]

Von Altmutter Marie Schnelle geb. Nienstedt, Lauingen